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Strümpfe und Bräuche

So mancher Brauch beinhaltet Strümpfe auch

Auch für so manchen Brauch bedarf es Strümpfe. Und das ist nicht nur das Strumpfband für die Hochzeit. Strümpfe, Strumpfbänder und Dessous finden sich in zahlreichen Bräuchen wieder. Der eine oder andere wird gern mal wieder aus der Mottenkiste hervor gekramt. Andere Bräuche gehören ganz selbstverständlich zu verschiedenen Festtagen dazu. Und so mancher ist leider kaum noch bekannt. Vielleicht holst Du einen Strumpf-Brauch bei nächster Gelegenheit wieder hervor. Schließlich kann das sehr spannend werden.

Keine Hochzeit ohne Strumpfband

Ja, klar, das Strumpfband gehört zur Hochzeit unbedingt dazu. Traditionell trägt die Braut unter dem Hochzeitskleid Strümpfe und ein dazugehöriges Strumpfband. Hier hat das Band keine Funktion mehr, sondern ist einfach nur Accessoire. Einst hat das Strumpfband den Strumpf vorm runter rutschen gehalten. Das ist aber bei modernen Strümpfen nicht mehr notwendig. Die Tradition verlangt, dass das Strumpfband während der Hochzeit den Besitzer wechselt. Entweder es wird gleich dem Brautstrauß geworfen – allerdings für die männlichen unverheirateten Gäste – oder das Band wird versteigert. Mit dem Geld wird die Hochzeitskasse etwas aufgebessert. Ausziehen muss das Strumpfband in jedem Fall der Bräutigam. Aber dafür darf er seine Hände nicht benutzen.

Den Sockenkranz gibt es für alte Socken

In den nördlichen Gefilden Deutschlands hat sich der Brauch des Sockenkranzes erhalten. Dabei wird ein Türkranz mit Socken verziert und an die Tür des Geburtstagskindes gehängt. Allerdings kommt der Sockenkranz nur dann zum Einsatz, wenn der Beschenkte männlich, ledig und gerade 25. Jahre wird. Der Kranz ist ein Symbol der Ehelosigkeit, die den Jubilar trifft und der deshalb als „Alte Socke“ bezeichnet wird. In manchen Gegenden gibt es die alten Socken erst mit dem 30. Geburtstag. Der längste Sockenkranz wurde übrigens von der Dorfjugend in Halverde zum 825-jährigen Bestehen des Ortes gefertigt. Ganze 6066 Meter maß der Kranz und 69152 Socken wurden verarbeitet.

Die Weihnachtssocken am Kamin

Typisch englisch sind natürlich die Socken am Kamin zur Weihnachtszeit. Der Brauch wird in Deutschland noch recht selten zelebriert. Die Geschichte erzählt, dass ein Witwer in England seit dem Tod seiner Frau die drei Töchter allein aufziehen muss. Der ehemals reiche Mann hatte nur noch wenig Zeit zum Arbeiten, da er sich um die Kinder kümmern musste. Die Töchter wurden groß und es war an der Zeit zu heiraten. Doch der Vater konnte ihnen keine Mitgift mitgeben. Von diesem Dilemma wusste auch der Nikolaus. Und als er am Heiligen Abend die Socken der Töchter am Kamin zum Trocknen hängen sah, kletterte er durch den Kamin uhnd füllte die Strümpfe mit Gold. Endlich waren die Töchter gut versorgt und jedes Jahr zur Weihnachtszeit bedanken sie sich beim Nikolaus mit Keksen.

Heiße Stunden nicht nur in Italien

Sexy rote Unterwäsche und Strümpfe haben am Silvesterabend Hochkonjunktur. Einer italienischen Legende nach sollen die Kleidungsstücke Glück bringen, wenn sie in der Silvesternacht getragen werden. Im neuen Jahr soll es besonders viele sinnliche und glückliche Stunden mit dem Liebsten geben. Der Aberglaube, der aus Italien stammt, hat inzwischen Europa erobert. Ursprünglich sollen aber die Römer vor etwa 2000 Jahren den Brauch erfunden haben. Aber eigentlich ist es auch egal, wer es nun erfunden hat. Mit sexy Dessous und Strümpfen liegt ihr immer richtig und es kann nur eine glückliche Zukunft werden.

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